Glossar
Glossar: Herz, Sport, Prävention und Leistungsfähigkeit verständlich erklärt.
Das Glossar von Preventum Diez erklärt Begriffe rund um Herz, Kreislauf, Sportmedizin, Prävention, Untersuchungen, Training, Regeneration und Leistungsfähigkeit.
Glossar
Begriffe rund um Herz, Sport, Prävention und Leistungsfähigkeit.
Hier finden Sie verständliche Erklärungen zu medizinischen Begriffen aus Kardiologie, Sportmedizin und Prävention. Wenn Sie eine Erläuterung vermissen, kontaktieren Sie uns gerne.
A
- Ausdauertraining
- Training, das Herz, Kreislauf, Atmung und Stoffwechsel über längere Belastungszeiten fordert. Beispiele: Gehen, Laufen, Radfahren, Schwimmen.
- Anamnese
- Ärztliches Gespräch über Beschwerden, Vorgeschichte, Medikamente, Familie, Alltag, Training und Ziele. Bestimmt, welche Diagnostik sinnvoll ist.
- Arteriosklerose
- Veränderung der Arterienwand mit Ablagerungen und Verengungen. Wichtiger Faktor für Herzinfarkt und Schlaganfall.
B
- Bewegung
- Jede Form körperlicher Aktivität im Alltag oder Sport, die Energie verbraucht.
- Belastbarkeit
- Maß dafür, wie viel körperliche Belastung Herz, Kreislauf, Atmung, Muskulatur und Stoffwechsel sicher leisten können.
- Balance
- Fähigkeit, Körperpositionen sicher zu halten oder wiederherzustellen. Besonders im höheren Alter ein wichtiger Gesundheitsfaktor.
- Blutdruck
- Druck in den Arterien. In Ruhe und unter Belastung relevant. Bluthochdruck kann lange unbemerkt bleiben.
- Belastungsblutdruck
- Blutdruckreaktion während körperlicher Belastung. Auffällige Reaktionen können für Training und Diagnostik wichtig sein.
- Belastungs-EKG
- EKG unter körperlicher Belastung. Zeigt Herzfrequenz, Blutdruck, Rhythmus und mögliche belastungsabhängige Auffälligkeiten.
- Bypass
- Operative Umleitung zur Verbesserung der Durchblutung des Herzens bei relevanten Gefäßverengungen.
- Brustdruck
- Druck- oder Engegefühl in der Brust. Bei Belastungsabhängigkeit oder Ausstrahlung ernst nehmen.
C
- Cholesterin
- Blutfettwert, der im Kontext des Gefäßrisikos relevant ist. Entscheidend sind Muster, Risikoprofil und ärztliche Einordnung.
- Cardiac Rehabilitation
- Medizinisch begleitetes Rehabilitationsprogramm nach kardialen Ereignissen oder Eingriffen. In Deutschland meist als kardiologische Rehabilitation oder Herzsport bekannt.
D
- Diabetesrisiko
- Erhöhte Wahrscheinlichkeit für Störungen des Zuckerstoffwechsels. Bewegung, Krafttraining und Ernährung spielen wichtige Rollen.
E
- Echokardiographie
- Fachbegriff für Herzultraschall.
- Entzündung
- Abwehr- und Reaktionsprozess des Körpers. Chronische Entzündungsaktivität kann Gesundheit und Leistungsfähigkeit beeinflussen.
F
- Familiäre Vorbelastung
- Erkrankungen in der Familie, die Hinweise auf erhöhtes Risiko geben können, z. B. frühe Herzinfarkte, plötzlicher Herztod oder bestimmte Herzkrankheiten.
G
- Gefäßdiagnostik
- Untersuchungen zur Einschätzung von Gefäßen, Durchblutung oder Arterioskleroserisiken.
H
- Herzfrequenz
- Anzahl der Herzschläge pro Minute. Zeigt Belastungsreaktion und Erholung, ist aber allein nicht genug für medizinische Entscheidungen.
- Herzfrequenzvariabilität
- Schwankung der Abstände zwischen Herzschlägen. Häufig im Kontext von Regeneration und Stress diskutiert, vorsichtig zu interpretieren.
- Herzultraschall
- Bildgebende Untersuchung des Herzens. Beurteilt Pumpfunktion, Herzklappen, Herzwände, Kammern und weitere Strukturen.
- Herzinfarkt
- Akutes Ereignis, bei dem Herzmuskelgewebe durch mangelnde Durchblutung geschädigt wird. Danach ist Sekundärprävention besonders wichtig.
- Herzrhythmusstörung
- Unregelmäßigkeit der Herzschläge. Manche sind harmlos, andere benötigen Abklärung oder Behandlung.
- Herzinsuffizienz
- Eingeschränkte Herzleistung. Training kann je nach Situation wichtig sein, muss aber medizinisch gesteuert werden.
- Herzklappenfehler
- Veränderungen an Herzklappen, die Blutfluss und Belastbarkeit beeinflussen können.
- HDL
- Lipoprotein im Fettstoffwechsel. Einzelwerte nicht isoliert, sondern im Gesamtrisiko betrachten.
- Herzsport
- Strukturierte Bewegung unter fachlicher Anleitung für Menschen mit Herzerkrankungen. Kann Teil der Sekundärprävention sein.
I
- Intensität
- Wie anstrengend eine Belastung ist. Kann über Herzfrequenz, subjektive Anstrengung oder Laktat eingeordnet werden.
- IHHT
- Intervall-Hypoxie-Hyperoxie-Training. Wechsel von sauerstoffärmerer und sauerstoffreicher Atemluft.
K
- Krafttraining
- Training gegen Widerstand zur Verbesserung von Muskelkraft, Stabilität, Knochen, Stoffwechsel und Alltagsfunktion.
- Koordination
- Zusammenspiel von Nervensystem und Muskulatur. Wichtig für Sicherheit, Technik, Gleichgewicht und Sturzprophylaxe.
- Koronare Herzkrankheit
- Erkrankung der Herzkranzgefässe. Kann zu Brustenge, Luftnot, Leistungsknick oder Herzinfarkt führen.
- Kältetherapie
- Gezielte Kältereize. Diskutiert für Regeneration und Aktivierung, nicht für jeden geeignet.
L
- Langzeit-EKG
- EKG-Aufzeichnung über längere Zeit, oft 24 Stunden oder länger. Sinnvoll bei Herzstolpern, Rhythmusstörungen oder unklaren Ereignissen.
- Laktat
- Stoffwechselprodukt, das bei intensiver Belastung ansteigt. Kann zur Trainingssteuerung genutzt werden.
- Luftnot
- Atemnot oder ungewohnte Kurzatmigkeit. Ursachen können Herz, Lunge, Blut, Stoffwechsel, Training oder Stress betreffen.
- Leistungsknick
- Unerklärlicher Rückgang der körperlichen Leistungsfähigkeit. Bei Persistenz einordnen lassen.
- Long-Covid
- Länger anhaltende Beschwerden nach COVID-19. Belastbarkeit, Puls, Atmung, Erschöpfung und Regeneration können betroffen sein.
- LDL
- Lipoprotein, das im Zusammenhang mit Arteriosklerose eine wichtige Rolle spielt. Zielwerte hängen vom individuellen Risiko ab.
M
- Mobilität
- Beweglichkeit und funktionelle Bewegungsfähigkeit. Grundlage für Alltag, Training und Verletzungsprävention.
- Mikronährstoffe
- Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente, die viele Körperfunktionen beeinflussen.
- Mitochondrien
- Zellorganellen, die an der Energiegewinnung beteiligt sind. Spielen bei Belastbarkeit, Stoffwechsel und Regeneration eine Rolle.
- Mitochondrientraining
- Sammelbegriff für Ansätze zur Unterstützung der zellulären Energieversorgung: Bewegung, Intervallreize, Regeneration, Ernährung und ergänzende Verfahren.
N
- Nährstoffstatus
- Labor- und Befundlage zu relevanten Nährstoffen. Sollte nach Fragestellung beurteilt werden.
- Nahrungsergänzung
- Gezielte Ergänzung von Nährstoffen. Sinnvoll nur bei Bedarf, Risiko, Zielsetzung oder nachgewiesener Unterversorgung.
- Notfallzeichen
- Akute Warnzeichen wie starke Brustschmerzen, schwere Luftnot, Ohnmacht, neurologische Ausfälle oder Verdacht auf Herzinfarkt. Hier gilt Notruf statt Onlineformular.
P
- Prävention
- Maßnahmen zur Vorbeugung von Erkrankungen. Primärprävention richtet sich an Menschen ohne bekannte Erkrankung. Sekundärprävention nach einem Ereignis oder einer Diagnose. Tertiärprävention bei chronischen Erkrankungen.
- Primärprävention
- Risiken früh erkennen, bevor Erkrankungen entstehen. Beispiele: Blutdruck, Blutfette, Gewicht, Stress, Bewegungsmangel, familiäre Belastung, Rauchen.
- Puls
- Spürbare Herzfrequenz. Steigt bei Belastung, Stress, Erkrankung oder bestimmten Medikamenten.
- Post-Infekt-Wiedereinstieg
- Vorsichtige Rückkehr zu Training nach Infekt. Zu frühe oder zu intensive Belastung kann ungünstig sein.
R
- Risikofaktoren
- Merkmale, die die Wahrscheinlichkeit für Erkrankungen erhöhen können. Blutdruck, Blutfette, Diabetes, Rauchen, Gewicht, Stress, Bewegungsmangel, Genetik.
- Ruhe-EKG
- Aufzeichnung der elektrischen Herzaktivität in Ruhe. Zeigt Rhythmus, Leitungsstörungen oder andere Auffälligkeiten.
S
- Sekundärprävention
- Vermeidung weiterer Ereignisse nach Herzinfarkt, Stent, Bypass, Rhythmusstörung oder anderer Herz-Kreislauf-Erkrankung. Bewegung gehört häufig dazu.
- Sport
- Strukturierte körperliche Aktivität mit dem Ziel von Gesundheit, Leistung, Freude oder Sozialer Teilhabe.
- Sitzzeit
- Zeit, die sitzend oder liegend verbracht wird. Weniger Sitzzeit ist unabhängig vom Sportpensum ein wichtiges Gesundheitsthema.
- Spiroergometrie
- Belastungsuntersuchung mit Messung von Atmung, Sauerstoffaufnahme, Kohlendioxidabgabe, Herz-Kreislauf-Reaktion und Leistungsfähigkeit.
- Stent
- Gefäßstütze, die ein verengtes oder verschlossenes Gefäß offenhalten soll.
- Schlaf
- Zentraler Regenerationsfaktor. Schlechter Schlaf kann Blutdruck, Stoffwechsel, Trainingserfolg und Erholung beeinflussen.
- Stress
- Körperliche und psychische Belastung. Chronischer Stress kann Blutdruck, Schlaf, Entzündungsprozesse und Trainingsfähigkeit beeinflussen.
- Stoffwechsel
- Gesamtheit der biochemischen Vorgänge, mit denen der Körper Energie bereitstellt, Gewebe aufbaut und reguliert.
- Shared Decision-Making
- Gemeinsame Entscheidungsfindung zwischen Arzt und Patient. Besonders wichtig, wenn Sport, Risiko, Ziel und persönliche Autonomie zusammenkommen.
T
- Trainingssteuerung
- Planung von Häufigkeit, Dauer, Intensität, Erholung und Variation. Ziel: Belastung passend zur Person und zum Ziel.
- Triglyceride
- Blutfette, die unter anderem von Ernährung, Stoffwechsel, Alkohol und Bewegung beeinflusst werden.
V
- VO2max
- Maximale Sauerstoffaufnahme. Wichtiger Leistungs- und Gesundheitsparameter, besonders in Ausdauer und Sportmedizin.
- Ventilatorische Schwellen
- Punkte während Belastung, an denen sich Atmung und Stoffwechsel verändern. Helfen bei der Trainingssteuerung.
- Vorhofflimmern
- Häufige Rhythmusstörung mit unregelmäßigem Herzschlag. Relevant für Belastbarkeit, Schlaganfallrisiko und Therapie.